Büroarbeiter mit Papierstapel

Sequentiell statt Parallel

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Wer alles gleichzeitig will bekommt alles später. Warum klare Vorfahrtsregeln in einer Multiprojektumgebung wichtig sind.

Wenn die Führung nicht führt und keine Priorisierung verkündet wird sich eine Ordnung einstellen, die mehr oder weniger gut ist. Die Projekte stehen sich gegenseitig auf den Füßen und die Projekte werden alle später als es sein müsste.

Eine Priorisierung nach Reihenfolge hilft hier, schneller zu Ergebnissen zu kommen.

2 Kommentare
  1. René
    René says:

    Ich stelle mir die Frage, wie gelingt es einem der eigene Organisation verständlich zu machen, dass eine klare Reihenfolge der Projekte einen Mehrwert für das Unternehmen darstellt? Kann man das ein Stück weit selbst erreichen oder müssen teilweise einfach die richtigen Personen an den richtigen Stellen sitzen?

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    • Jan-Florian Kuhnke
      Jan-Florian Kuhnke says:

      Hallo,
      Ich habe die Folge dreimal eingesprochen, weil sie eine der Schlüsselpunkte enthält. Ich habe dreimal die Erzählung umgestellt, um möglichst überzeugend zu sein. Ich finde das schwer. Und mir ist auch klar, dass die Botschaft mit einem Mal nicht ankommt.
      Die Überlegungen sind einfach, plausibel und man sieht, man kann eigentlich nur gewinnen, wenn man eine Reihenfolge bildet. Witzigerweise ist jede Reihenfolge besser als keine. Aber ohne Argument, was vorgezogen werden sollte, artet das einfach nur in eine große Reiberei der Interessen aus und am Ende wird bequemerweise nichts entschieden. Die Menschen stehen sich hier im Wege.
      Es kommt auch nicht von ungefähr, dass die Folge das Problem aufzeigt aber noch nicht fertig löst. Hier fehlt einfach noch etwas. Was fehlt ist das Thema Priorisierung, um die Diskussion was vorgezogen wird auf eine sachliche Ebene zu heben. Wichtig ist der gemeinsame Maßstab, an dem alles gemessen werden kann und das ist die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Das folgt jetzt in den nächsten Folgen.
      Und um Deine Frage zu beantworten: Auch damit ist es nicht leicht. Ich habe hier Erfolge und Misserfolge in meiner Geschichte. Letztlich muss man im eigenen Wirkungsbereich anfangen und probieren das vorzuleben. Es hilft auch manchmal etwas verdeckt die Prio nur am Flaschenhals zu leben und nicht groß zu kommunizieren. Konkret: Der Leiter Konstruktion kann die ganze Organisation zwingen die Projekte zu staffeln, wenn er bei sich eine klare Reihenfolge einhält und die Projekte nacheinander abarbeitet und die Projekte dadurch in eine Reihenfolge bringt. Er muss dann nur eine Menge Druck aushalten können. Kann man nicht jedem empfehlen.

      Für mich hat genau das hier eine spannende Erkenntnis ergeben: Ich kann nicht jeden davon überzeugen. Und wenn ich meine Firma nicht überzeugen kann, dann kann das schon weh tun. Also mir tut es weh, was für ein Geld da auf dem Tisch liegen bleibt. Unnötigerweise. Ich leide da richtig.
      Mit diesem Podcast und dem, was ich drumherum aufbauen will, will ich nicht die überzeugen, die nicht überzeugt werden wollen, sondern die erreichen, die ich überzeugen kann, die erreichen, die für die Gedanken offen sind, aber sie noch nicht hatten oder Hilfe bei der Umsetzung haben wollen. Deswegen polarisiere ich in der Sprache auch ein bisschen. Ich will Fans und Hater. Ich will nicht alle glücklich machen, sondern ein paar richtig glücklich.

      Die Methoden (Flow in der Entwicklung, Richtige Produkte, Richtige Kunden) sind geeignet große Entwicklungen beim Gewinn zu machen, bei gleichem bis zu verdoppeltem Umsatz. In wenigen Jahren. Das will ich in dieser Community ein paar mal sehen. Die Großkonzern-Zuschauer, die Spaß daran haben, dich in das politische Spinnennetz einzuwickeln sind mir dabei egal.

      Du bist darauf angewiesen, dass das Umfeld ein bisschen mitzieht. Du brauchst den einen oder anderen Mitstreiter. Du kannst aber auch selber viel erreichen, musst dann aber viel Druck abkönnen.

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