Mögliche Hardware

Hallo, Hier ist die Materialaufstellung mit den Links, wie wir das beim BPM17 besprochen hatten. Das ist erstmal mein Kram und Erfahrung, bitte schickt mir doch Eure Dinger, wenn ich etwas vergessen haben sollte. Danke.

Die Fotos sind Affiliate-Links zu Amazon (waren am einfachsten einzubinden / die wenigsten Klicks für mich). Volle Produkttitel zum Selbersuchen jeweils im Text. Die Links hinter den Produktnamen gehen zu Thomann ohne Affiliate. Nicht jeder Laden hat alles.

Zu Einfach, Nicht Studioqualität aber nennenswert weil sehr praktisch

Das Einfachste und Schnellste ist es, mit einem guten Mikrofon am Smartphone zu arbeiten.

Rode Smartlav+: Funktioniert gut, ist aber ein Lavaliermikro (wird an das Hemd geklemmt) und hat daher nie die beste Position zum Mund. Funktioniert gut zwischendurch oder unterwegs, macht aber keine Studioqualität.

 

Eine Warnung: Der Stecker am Smartlav ist für das Smartphone belegt. Funktioniert am normalen Mikrofoneingang nur mit dem Adapter Rode SC3 TRRS auf TRS Adapter schwarz

 

Das Kabel am Smartlav+ ist ca. 80 cm lang. Reicht für Smartphone am Selfiestick. Für mehr Abstand gibt es hier ein sehr leichtes, unauffälliges Kabel. 6m Länge. Rode SC1 Verlängerungskabel.

 

 

Dies Material ist auch super, um einfach mal sich selber aufzunehmen, während man anderen etwas erklärt (Vortrag, Seminar oder so). Man nimmt zwar nur sich selber auf, kann das aber sehr gut dann nochmal recyceln. Man muss nur daran denken, die Fragen zu widerholen.

Einsteiger

Das Superlux-HMC660X (Es muss die Version mit XLR-Stecker sein, trotz notwendigem Adapter. Die Version mit Klinkenstecker hat ein anderes Mikrofon und klingt NICHT gut). Ist ein günstiges Headset, dass sich in der Podcasterszene Beliebtheit erfreut. Nach der Person, die es entdeckt hat und die Einsatzszenarien untersucht hat, heißt es Ralf-Stockmann-Gedächtnis-Headset. Der Link geht auf den Sammelthread bei Sendegate, der auf alle inhaltlichen Diskussionen verweist. In Gänze lesenswert. Das Headset hat einen integrierten Adapter für kleine und große Klinke für den Kopfhörerteil – sehr praktisch. Das Headset hat einen echten Nachteil: Trotz XLR-Stecker und der notwendig einer Speisespannung, kommt es nicht mit der für XLR-Stecker typischen Spannung von 48 V klar. Die Aufnahme wirkt dann verzerrt.

Dies wurde überwunden durch im Kabel verlötete Spannungsteiler, um die Speisespannung künstlich zu senken. Daher hat dieses Headset auch den Ruf noch gelötet werden zu müssen.

ABER: In der Kombination mit dem Xenyx 302USB oder den Adaptern für Smartphone ist dies jedoch NICHT notwendig. Alles hier vorgeschlagene geht ohne Löten. Lediglich für den Betrieb an einem x-beliebigen XLR-Eingang wird der Spannungsteiler notwendig, kann aber auch in einem günstigen Adapterkabel eingebaut werden.

Das Headset kommt in einer praktischen Dose, in der auch etwas Zubehör Platz hat (z.B. das Mischpult Xenyx 302USB). Dann hat man alles zusammen. Nicht schön, aber praktisch.

HMC660X am Rechner

Das Xenyx 302USB (und nur genau dieses Modell) hat den Vorteil, dass es am XLR-Stecker nur eine Speisespannung von 12 V ausgibt und daher perfekt, ohne Umbauten, mit dem HMC660X harmoniert. Es wird über USB mit dem Rechner verbunden und wird als USB-Audio-Interface eingebunden. Auch die Versorgung läuft über USB ohne weiteres Netzteil. (Ein Netzteil liegt aber für Stand-Alone-Betrieb bei).

Es ist gut geeignet, um per Skype zu kommunizieren. Ferner gibt es auch bei Studio-Link eine Lösung für SEHR hochwertige fernmündliche Interviews. Bei gutem Equipment auf beiden Seiten (im wesentlichen alles hier) ist es fast unhörbar, dass man nicht nebeneinander sitzt. Probiert es mal aus.

Man benötigt nur das HMC660C und das Xenyx 302USB. In den Lieferumfängen sind alle notwendigen Kabel vorhanden. Aufgenommen dann am Rechner mit Audacity oder anderen Tools.

Das Xenyx kann auch gut mit dem DT 297 Headset zusammen wirken. Mit der Kombi habe ich einige Episoden aufgenommen. Das Headset bestimmt mehr über den Klang als das Digitalisierungsinterface.

HMC660X am Smartphone

Das HMC660X kommt auch gut mit den 1,5 V Speisespannung klar, die aus einer normalen Klinkenbuchse kommen klar. (Am PC direkt oder am Smartphone).

Um physisch alle Stecker zu verbinden benötigt man dann noch die zwei Adapter. Einmal vierpolige Klinke (normales Headset) gesplittet auf Mikro und Kopfhörer. Kein Äquivalent bei Thomann gefunden.

Und dann wird noch ein Adapter von XLR auf Klinke gebraucht. Hier bin ich bei Amazon nicht gut fündig geworden. Es werden beide Adapter gebraucht.

App zum Aufnehmen kann man von Auphonic nehmen, dann hat man gleich den Workflow für Auphonic integriert.

Auch dies ist eine gute Kombination um sich per Skype oder Telefon interviewen zu lassen. Aufnahme dann auf der anderen Seite. Dies dürfte auch die billigste Version sein, einen qualitativ guten Start hinzulegen.

Eine Studio-Link Version für das Smartphone ist seit geraumer Zeit angekündigt, aber noch nicht verfügbar.

Teurer

Beyerdynamic DT 297. Der Klassiker unter den edleren Headsets. Sehr breite Verwendung unter Podcastern. Teuer und gut. Das Headset, das ich benutze.

Das Kabel ist nicht Teil des Lieferumfanges und ist getrennt zu beschaffen – in zwei Längen verfügbar. Headsetanschlusskabel 1,5 m und Headsetanschlusskabel 3 m. Das Kabel habe ich nicht bei Amazon gefunden.

Zum Anschluss an viele Geräte brauchst Du noch den Klinkenadapter von große Klinke auf kleine Klinke . Das kurze Kabel ist dabei praktisch, damit etwas Flexibilität beim Anschluss bleibt.

Digitalrecorder sind etwas Feines, weil man mit ihnen mobil ist und mit sehr wenig Material und Setup aufnehmen kann. Für eine mobile Lösung kann ich das nur empfehlen. Für ein schnelles Interview optimal.

Zoom H6. Digitales Aufnahmegerät mit vier Kanälen und vier XLR-Eingängen. Eigentlich ein Sechs-Spur-Gerät, aber die Anschlüsse 5 und 6 beinhalten Gebastel. Breite Verwendung. Batteriebetrieb und Aufnahme auf SD-Karte. Kann aber auch über USB am Rechner als Mehrspurinterface zur Aufnahme auf dem Rechner benutzt werden. Zwei montierte Mikrofone, die durch andere Mikrofonanbauten ersetzt werden können. Daher sehr sehr vielseitig.

Der kleine Bruder. Zoom H5. Das Gerät habe ich. Leihgabe von einem Freund.Nur zwei XLR-Eingänge. Sonst ahnlich wie oben. Wenn Ihr Euch für die Digitalrecorder interessiert, dann schaut doch auch mal nach den Bundles, da gibt es noch große Zubehörsammlungen dazu. Kann auch Sinn machen.

 

Aufnahmegerät (Zoom H5 ohne Mikrofonanbauten) passt mit Headset, Kabel und ein paar Akkus in diese Kopfhörerschachtel. Das ist meine tragbare Ein-Mann-spricht-ein-Lösung.

Ich brauche dazu: Headset, Anschlusskabel, Adapter von gr. auf kl. Klinke, Recorder, Akkus und Schachtel. Dieses Paket hatte ich beim BPM17 auf dem Tisch.

Gute Akkus mit geringer Selbstentladung. Funktionieren gut im Zoom Hx.

 

 

Nicht (mehr) von mir genutzt

Das Mikrofon benutze ich nicht mehr. Es klingt sehr gut und nimmt toll auf, leider aber auch die Umgebung. Und ich habe zu viel vor dem Mikro herumgehampelt und daher Lautstärkeschwankungen bekommen. Ich hatte es von einem Freund geliehen bekommen.

Auch ist das Mikro viel empfindlicher auf das Raumecho. Hier hatte ich mit einem Headset weniger Probleme. Das NT1-A klang in jedem Raum der Wohnung anders und hat kleinste Geräusche aus Nebenzimmern mit aufgenommen. Zu diesem Mikro muss man sich noch zusätzlich über den Raum und seine akustischen Eigenschaften Gedanken machen.

Man kann das Mikro nicht in der Hand halten. Es raschelt dann nennenswert. Mikroständer ist unabkömmlich.

Nachdem ich das DT 297 hatte, war ich einfach nicht mehr bereit mein Arbeitszimmer zum Studio umzubauen, nur damit dieses Mikro artgerecht gehalten werden kann. Aufnahmen im Hotel klingen jetzt wie Aufnahmen zu Hause.

Das Ministativ für unterwegs

Supremery SupPole Q4. Die Zoom-Geräte haben einen Schraubanschluss, wie sie auch Fotoapparate haben. Sie können daher auf einem Stativ befestigt werden. Dies ist ein kleines leichtes Einbeinstativ, das nur etwas größer als ein normaler Selfiestick ist. Damit kann das Zoom mit den angebauten Mikros vor zwei sitzenden Menschen aufgebaut werden.

Das Stativ trägt Smartphone, Actioncam, Kompaktkamera oder Zoom Hx. Spiegelreflex wird zu schwer. Mit Rode Smartlav+ gut geeignet für das kleine Filmchen zwischendurch.

Mach mit! Was hast Du für Material?

Hilf mir diese Liste zu vervollständigen. Mich interessieren andere Audiointerfaces, Mikrofone und vor allem die Ohr-Bügel-Mikros (die Variante fand ich spannend).